Aus Geld wird Zeit

Vorzeitig in den Ruhestand gehen oder zwischendurch mal eine bezahlte „Sabbatzeit“ einlegen und Pause von der Arbeit machen – davon träumen viele Arbeitnehmer. Der Caritasverband Region Mönchengladbach macht’s möglich: Er bietet seinen Mitarbeitenden an, ein bezuschusstes „Zeitwertkonto“ einzurichten.

Lebensarbeitszeit flexibler gestalten

Mit einem Zeitwertkonto wird aus Geld Zeit: Der Arbeitnehmer spart mit einem Teil seines Gehalts langfristig ein Guthaben an. Das kann er später verwenden, um sich für eine längere Zeit bezahlt freistellen zu lassen. Dabei bleiben sowohl das Arbeitsverhältnis als auch der Sozialversicherungsschutz bestehen. „Wir möchten es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, ihre Lebensarbeitszeit flexibler zu gestalten“, sagt Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa. Der Caritasverband Region Mönchengladbach bezuschusst das Zeitwertkonto.

Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter können Sie einen Teil Ihres laufenden Gehalts oder auch Einmalzahlungen für Ihr Zeitwertkonto verwenden. Der Mindestbetrag liegt bei 600 Euro im Jahr. Die Einzahlungen werden verzinst, und zwar aktuell mit 2,25 % (Stand: Juli 2020) – besser als auf der Bank. Bei diesem Thema arbeitet der Caritasverband mit der Deutschen Gesellschaft für Zeitwertkonten zusammen.

Einzahlungen aufs Zeitwertkonto

Wie funktioniert das in der Praxis? Ein Beispiel: Wer 3.000 Euro brutto im Monat verdient und mit 50 Jahren beginnt, davon 200 Euro monatlich auf ein Zeitwertkonto einzuzahlen, könnte bei gleichbleibender Verzinsung ein volles Jahr früher aufhören zu arbeiten – und zwar ohne gesetzliche Abschläge bei der staatlichen Rente. Besonders interessant: Netto muss der Beschäftigte deutlich weniger als die 200 Euro im Monat aufbringen. Berücksichtigt man den Arbeitgeberzuschuss der Caritas sowie Steuer- und Sozialversicherungsvorteile, beträgt der Netto-Aufwand je nach Steuerklasse nur noch etwas über 100 bis rund 120 Euro. Vor einer Freistellung muss man fünf Jahre eingezahlt haben.

Wertguthaben

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Wertguthaben auf dem Zeitwertkonto zu verwenden: Neben dem vorzeitigen Rückzug aus dem Berufsleben und einer Sabbatzeit können sich Caritas-Beschäftigte so auch Freiräume für Elternzeit oder die vorübergehende Pflege von Angehörigen schaffen. Das Zeitwertkonto ist übrigens gegen Insolvenz gesichert, die Kosten dafür trägt ebenfalls der Caritasverband.

Jeder Caritas-Mitarbeitende kann sich persönlich beraten lassen und ein individuelles Angebot für sein Zeitwertkonto anfordern. Damit kann sie oder er dann die Lebensarbeitszeit gezielt auf die beruflichen und privaten Bedürfnisse abstimmen.

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