Häufig gestellte Fragen

1.Muss ich katholisch sein, um beim Caritasverband arbeiten zu können?

Die Caritas ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche und im Auftrag des Bischofs tätig. Das gehört ganz wesentlich zum Profil unseres Verbandes. Wir wünschen uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit den Zielen der Kirche identifizieren können. Das hat übrigens nichts mit der Konfession zu tun – wir haben in Mönchengladbach sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unterschiedlichen Religionen angehören, als auch Beschäftigte ohne Konfession.

2.Nach welchen Grundsätzen beschäftigt die Caritas ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Die Caritas hat ein eigenes Tarifwerk auf der Basis des kirchlichen Arbeitsrechts entwickelt. Diese „Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes“ - kurz AVR - regeln die Rechte und Pflichten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der einen sowie des Caritasverbandes als Dienstgeber auf der anderen Seite, und zwar bundesweit.

Die AVR legen die Arbeitsbedingungen verbindlich fest. Sie enthalten unter anderem Bestimmungen über die Höhe der Vergütung und die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit, über den Umfang des Erholungsurlaubs und über die Absicherung im Krankheitsfall. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Anspruch auf die darin beschriebenen Leistungen.

Alle Regelungen der AVR werden von der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes (AK) beschlossen. In diesem Gremium haben Mitarbeiter und Dienstgeber gleich viele Vertreterinnen und Vertreter. Beschlüsse zur Änderung der AVR brauchen eine Dreiviertelmehrheit.

3.Wie werden Mitarbeitende der Caritas bezahlt?

Die Tarife der Mitarbeitenden in Kirche und Caritas orientieren sich in ihrer Höhe an den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes. Dabei liegen die Vergütungen im caritativen Dienst in der Regel über denen, die im nicht-kirchlichen Bereich aufgrund von Tarifverträgen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften gezahlt werden. Die Kirchen haben sich für die Festsetzung eines Mindestlohns für ungelernte Hilfskräfte in der Pflege eingesetzt. Beispielsweise liegt bei der Caritas der Lohn für ungelernte Hilfskräfte in der Pflege um rund 30 Prozent höher als der staatliche Mindestlohn von 8,50 Euro (Stand: 2012, Bereich: West).

4.Welche besonderen Sozialleistungen bietet mir der Caritasverband?

Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des Caritasverbandes erhalten Sie eine zusätzliche Altersversorgung über die Kirchliche Zusatzversorgungskasse (KZVK). Außerdem haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, bezahlte „Familienpflegetage“ zu nehmen, wenn Sie sich um einen Angehörigen kümmern müssen. Seit einiger Zeit bietet der Caritasverband Region Mönchengladbach seinen Beschäftigten an, ein „Zeitwertkonto“ einzurichten. Mehr darüber im nächsten Abschnitt.

5.Was sind die Zeitwertkonten des Caritasverbandes?

Träumen Sie davon, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen oder zwischendurch mal eine bezahlte „Sabbatzeit“ einzulegen und Pause von der Arbeit zu machen? Genau das macht der Caritasverband Region Mönchengladbach finanziell möglich: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ein „Zeitwertkonto“ einrichten. Damit wird aus Geld Zeit: Als Arbeitnehmer sparen Sie mit einem Teil Ihres Arbeitsentgeltes langfristig ein Guthaben an. Das können Sie später verwenden, um sich für eine längere Zeit bezahlt freistellen zu lassen. Dabei bleiben sowohl das Arbeitsverhältnis als auch der Sozialversicherungsschutz bestehen. Auf diese Weise ermöglichen wir Ihnen, Ihre Lebensarbeitszeit flexibler zu gestalten. Der Caritasverband Region Mönchengladbach bezuschusst sogar das Zeitwertkonto eines Mitarbeiters.

Sie können einen Teil Ihres laufenden Gehalts oder auch Einmalzahlungen für Ihr Zeitwertkonto verwenden. Der Mindestbetrag beträgt 600 Euro im Jahr. Ihre Einzahlungen werden verzinst. Ein Beispiel: Wer 2.400 Euro brutto im Monat verdient, mit 40 Jahren ein Zeitwertkonto einrichtet und monatlich 210 Euro seines Gehaltes einzahlt, hat nach 25 Jahren ein Guthaben von über 72.000 Euro. Damit könnte er 19 Monate früher in Rente gehen und hätte sein Einkommen zu hundert Prozent abgesichert. Besonders interessant: Netto muss der Mitarbeiter in unserem Beispiel deutlich weniger als die 210 Euro im Monat aufbringen. Berücksichtigt man den Arbeitgeberzuschuss der Caritas sowie Steuer- und Sozialversicherungsvorteile, beträgt der Netto-Aufwand je nach Steuerklasse nur noch 107 bzw. 123 Euro. Vor einer Freistellung muss man fünf Jahre eingezahlt haben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Wertguthaben aus dem Zeitwertkonto zu verwenden: Neben dem vorzeitigen Rückzug aus dem Berufsleben und einer Sabbatzeit können sich Caritas-Beschäftigte so auch Freiräume für Elternzeit oder die vorübergehende Pflege von Angehörigen schaffen. Das Zeitwertkonto ist übrigens gegen Insolvenz gesichert, die Kosten dafür trägt ebenfalls der Caritasverband.

6.Was tut der Caritasverband für meine Gesundheit?

Der Caritasverband Region Mönchengladbach bietet Ihnen regelmäßig Aktivitäten zur Gesundheitsförderung an. Jedes Jahr nehmen wir beispielsweise am Mönchengladbacher Firmenlauf „Run & Fun“ teil und trainieren gemeinsam in verschiedenen Leistungsgruppen unter fachkundiger Anleitung für dieses Event. Jeweils im Frühling findet unser Kurs „Fit ins Frühjahr“ statt. Sehr beliebt sind auch unsere Ernährungsworkshops. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege werden in Kinästhetik geschult – für möglichst rückenschonendes Arbeiten. Und weil wir wissen, dass es bei der Gesundheitsförderung entscheidend auf die Führungskräfte ankommt, haben sich unsere leitenden Mitarbeiter intensiv mit dem Thema „Gesund Führen“ auseinander gesetzt.

7.Wer vertritt die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Bei der Caritas gibt es eine von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewählte Mitarbeitervertretung (MAV). Ihre Mitglieder vertreten die Interessen der Mitarbeitenden gegenüber dem Dienstgeber. Sie tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Dienste und Einrichtungen bei. Ihre Aufgaben sind vergleichbar mit denen von Betriebsräten im gewerblichen Bereich und von Personalräten in den öffentlichen Verwaltungen.

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Caritasverband Region
Mönchengladbach e. V.
Albertusstraße 36
41061 Mönchengladbach

+49 (0) 2161 / 81 02-0

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Gesundheitstag des Caritasverbandes

Wie kann ich im (Arbeits-)Alltag etwas für meine Gesundheit tun? Antworten auf diese Frage erhielten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes Region Mönchengladbach bei einem Gesundheitstag.

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Zeit schenken, „da sein“, zuhören und unterstützen: 15 neue ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter engagieren sich für sterbende Menschen.

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